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Zeitlebens dem Club verbunden


Ehrungen durch BFV und BLSV sowie Interviews mit Stefan Schimmel

 

Im Haus der Kultur war ein schöner Rahmen um beim Festabend auch ehemalige verdienstvolle Fußballer für ihre jahrzehntelange Zugehörigkeit zum FC Hammerau zu ehren.

 

Ehrenvorstand Sepp Vogl übernahm der Moderation bei den Ehrungen und sagte: „75 Jahre Vereinsgeschichte bedeuten nicht nur sportliche Erfolge, Tore und Meisterschaften. 76 Jahre bedeuten vor allem Menschen, die diesen Verein getragen, aufgebaut und geprägt haben. Menschen die über Jahrzehnte hinweg Verantwortung übernommen haben, die dem Verein die Treue gehaltenhaben - oft ein ganzes Leben lang.“

Beim Festabend wurden diejenigen in den Mittelpunkt gestellt, ohne die der FC Hammerau nicht das wäre, was er heute ist. Es sei was Besonders, einem Verein nicht nur einige Jahre, sondern über Jahrzehnte hinweg verbunden zu sein. 12 Mitglieder haben 863 Jahre Vereinstreue, dies verdient höchsten Respekt und Anerkennung.

Die Auszeichnungen wurden von Michael Baumann (Kreisvorsitzender des Bayerischen Fußballballverbandes (BFV), Carmen Gardill (Kreis-Ehrenamtsbeauftragte des BFV) sowie Alois Lechner (stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Landessportverbandes, BLSV) vorgenommen.

 

Neben Urkunden erhielten die Geehrten Urkunden die Verbandehrenmedaille (VEM) des BFV und Verbandsehrenzweichen (VEZ) des BLSV. Alle zu Ehrenden erhielten die  Auszeichnung in Gold vom BFV und BLSV.

Herbet Meigel kam 1952 zum Verein begann in der Schüler/Jugend und wurde ein zuverlässlicher Verteidiger der 1. Mannschaft. Auch später spielte noch lange in der AH und hat sich als langjähriger Gemeinderat immer für die Belange des FC eingesetzt. 74 Jahre ist Franz Althammer dabei. Dieser begann in der Jugend und wurde ein ausgezeichneter Fußballer mit feiner Technik, Denker und Lenker im Mittelfeld, später als Libero moderner Prägung. Mit großer Übersicht er spielte noch lange erfolgreich in der AH und war auch viele Jahre Kassenrevisor. 

 

Ehrenmitglied Fred Schindler hat großen Verdienste beim FC Hammerau. In der Jugend begann er 1953 wurde dann ein ausgezeichneter Torwart der 1. Mannschaft, eine Stütze, danach agierte er als Schiedsrichter 15 Jahre bis in die Bezirksliga. Von 1962 bis 1983 war ein erfolgreicher Schüler- und Jugendtrainer. „2014 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Schindler ist ein treuer Zuschauer auch auswärts. Im März konnte er seinen 90. Geburtstag feiern. Vogel bezeichnete ihn als FC-Ikone.

Ebenfalls 1953 fing Fritz Spitzauer in der Jugend an, kam über die 2. in die 1. Mannschaft. Galt als Techniker und Drippler mit gutem Schuss, musste leider nach einem Fußbruch  aufhören. Er war ein großartiger Helfer beim Bau des Vereinsheims, als Maurer leistete er viele Stunden. Heute ist er noch ein treuer Zuschauer.

 

Zur gleichen Zeit kam Adolf Ostermeier zum “Club“. Dieser spielte viele Jahre in der 1. Mannschaft. Agierte als Mittelläufer, war auch im Mittelfeld und freier Mann mit guter Übersicht mit ausgezeichnete Technik.

1953 fing Karl Dusch in der Jugend an war ein legendärer Mittelläufer der „Ersten“, hart, schlagsicher, er räumte alles ab und zum Ende seiner Karriere spielte er noch erfolgreich auf Linksaußen. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er nicht persönlich anwesend sein. Die wird bei ihm zuhause nachgeholt.

 

Günther Schlosser trat 1954 in den Verein ein. Nach der Jugend war er als Nachfolger von Fred Schindler langjähriger Torwart der 1. Mannschaft. Ruhig, sicher und zuverlässig. Seit vielen Jahren ist er ein treuer Zuschauer.

Ein Jahr später stieß Peter Schwarzkopf zum Verein. Begann bei den Schülern/Jugend. Wurde sofort Stammspeile der 1. Mannschaft und war schnellster Rechtsaußen des FC und auch in der AH erfolgreich. Viele Urkunden hat er für den FC Hammerau erstellt. Es folgen Ehrungen von fünf Spieler die in diesem Jahr 70 Jahre dem FC Hammerau angehören. Hans Steinbacher feierte kürzlich sein 80. Wiegenfest. Er begann in der Schülerelf, war ein laufstarker Abwehrspieler, dann zog es ihn als Koch in die große weite Welt, blieb aber dem FC treu und ist heute noch einer treuer Zuschauer auf der Haupttribüne.

 

Kürzlich feierte Ernst Burgthaler seinen 80. Geburtstag. In der 2. Mannschaft war er ein langjähriger Verteidiger und bei den Heimspiele ist er auch immer zu Gast.

Erst im Herrenalter begann Stefan Moosleitner als Verteidiger. Der FC war ihm immer wichtig und im Dezember  beging er seinen 90. Geburtstag. Ludwig Parzefall ist seit 70 Jahren Mitglied spielte lange als Linksaußen, war auch als Verteidiger, wenn Not am Mann war, stellte er sich auch ins Tor. Er ist eine Stimmungskanone und einer der treuesten Fans.

 

Interviews mit drei ehemaligen Spielern

 

Stefan Schimmel stand auf der Bühne und erzählte, dass er in der 1. Mannschaft des TSV Bad Reichenhall sein erste Spiel gegen den FC Hammerau machte. Ekart Schlosser war sein Mentor und Ziehvater bei der Zeitung, man lernte von ihm die Liebe zum Sport. Drei ehemalige Fußballer interviewte er. Den Anfang machte er mit Fred Schindler, der kundtat, dass er in Freilassing Handball und in Hammerau Fußball spielte und sein damaliger Arbeitgeber verlangte, einen Sport aufzugeben. Danach war Schindler in der Schule in Bad Reichenhall beim Arbeiten.

Da wurde ihm gesagt, dass die Hammerauer unbedingt einen Torwart brauchen.

Er sprach mit seinem Chef und wollte wissen, welche Position er spiele und bekam die Antwort Torhüter. Die Antwort: „Ins Tor kannst dich ruhig reinstellen!“

Nächster Gesprächspartner war Peter Schwarzkopf, der 1955 in der neu gegründeten Schülermannschaft anfing. Mirt dem Radl gings zu den Auswärtsspielen nach Laufen, Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain und nach Teisendorf. Da habe es niemanden gegeben, der die Spieler gefahren hätte. 1963 kam er in die 1. Mannschaft. Ein hiesiger Fuhrunternehmer war in Nürnberg und die ungarische Nationalmannschaft spielte gegen den Club. Die Ungarn hatten natürlich kein Geld, die Dressen wurden ihnen gespendet. Der Unternehmer kaufte ihnen die rotgestreiften Leiberl, Hosen und Stutzen ab. Die Ungarn waren froh für die paar Mark und der FC Hammerau hat super Dressen bekommen.

 

Herbert Meigel hatte eine Geschichte von Erich Kaniber, der Legende vom TSV Bad Reichenhall parat. 1963 habe der FC Hammerau zuhause gegen die damalige Spitzenmannschaft des TSV unter anderem mit Heitauer gespielt.

Kaniber sagte zum Hammerauer Mittelstürmer Albin Kraus, wenn dieser in Nähe von ihm im Strafraum komme, dann haue er im s‘Haxl auße und er solle sich legen lassen. Gesagt, getan. Der Reichenhaller Torwart kam zu Kraus und sagte, er schmeiße sich auf die rechte Seite und der Schütze meinte das passt, dann schieß ich auf die linke Seite. So getan , aber der Torwart hielt den Ball, weil er von seiner Sichtweise ausging.

 

Der Festabend wurde danach von der Jubiläums-Musi mit der „Buxkehl-Polka“ fortgesetzt.

 

Andreas Pils


Fotos: Matthias Rothstein



 
 
 

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