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Eine Reise durch 75 Jahre Vereinsgeschichte

Eine Zeitreise durch 75 Jahre Vereinsgeschichte


In einem vollen Saal im Haus der Kultur in Ainring feierte der FC Hammerau sein 75-jähriges Bestehen. Ehrenvorstand Sepp Vogl gab einen umfangreichen Rückblick, Schirmherr Martin Öttl sprach ein Grußwort. Geschenke brachten der Kreisvorsitzende vom Bayerischen Fußballverband (BFV) Michael Baumann sowie Kreisehrenamtsbeauftragte Carmen Gardill und Nachbar 1. Vorstand Jakob Reiter vom EC Hammerau mit. Alte Kapitäne wurden interviewt und die Jubiläumsmusik bestand aus den Hammerauer sowie Wiesbacher Musikanten.

Zum Abschluss folgte ein Kabarettprogramm mit Stefan Schimmel.

 

Im Foyer gab es für die Gäste einen Sektempfang und vor dem offiziellen Teil lief im Saal ein Intro mit Aufnahmen aus den vergangenen Jahrzehnten.

Begrüßt wurden die geladenen Festgäste von Vroni Schoosleitner (Hackbrett), Hansl Auer (Diatonische), Michi Scheil (Baßgeige),Bernhard Seidl (Posaune) und Reinhold Seidl (Gitarre) mit dem Stück „Landjagermarsch“.

Vorstand Gernot Althammer hieß vom Rednerpult aus die Mitglieder, Ehrengäste und Freunde im Namen des gesamten Vorstandes des FC Hammerau zum 75-jährigen Jubiläumsfest herzlich willkommen. Er freute sich, dass zusammen dieser besondere Meilensein gefeiert werde. 

Ein besonderer Gruß galt Schirmherrn 1. Bürgermeister Martin Öttl, den Gemeinderäten den evangelischen Pfarrer Jürgen Henrich, den Sponsoren und namentlich den Ehrenmitgliedern. Als Vertreter der Verbände hieß Vogl den BFV-Kreisvorsitzenden Michael Baumann, die Kreisehrenamtsbeauftragte Carmen Gardill und den stellvertretenden BLSV-BGL-Vorsitzenden Alois Lechne willkommen. Weiter begrüßte er all jene, die den FC Hammerau geprägt haben, die ehemaligen Vorstände, Abteilungsleiter, Trainer, Funktionäre und langjährige Vereinsmitglieder.

 

„75 Jahre, das bedeutet 75 Jahre Sport, Leidenschaft, Ehrenamt, Gemeinschaft und Vereinsleben. Ein solches Jubiläum ist nicht selbstverständlich. Es zeigt, wie stark der Zusammenhalt in unserem Verein ist und wie viele Menschen sich über Jahrzehnte hinweg eingebracht haben – als Spieler, Trainer, Betreuer, Funktionäre, Eltern, Sponsoren und Unterstützer oder Fans. Euch allen gilt heute unser aufrichtiger Dank“, betont Althammer.

Seit der Gründung im Jahr 1951 habe sich der FC Hammerau stetig weiterentwickelt. Was damals mit engagierten Idealisten begann, sei heute ein moderner Fußballverein, der Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine sportliche und gesellschaftliche Heimat biete. Die Menschen die hier zusammenkommen machen den FC zu einem besonderen Ort. Althammer bedankte sich bei allen die zum Gelingen des Festes beitragen.

 

Weiter informierte er, dass der bisherige 3. Vorstand Robert Holzschneider aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegte und ab sofort Sebastian Böhm sein Nachfolger sei. Er wünschte einen wunderbaren Abend und bat Schirmherrn, Bürgermeister Martin Öttl um dessen Grußwort.

 

Grußwort Schirmherr Bürgermeister Öttl

 

Eingangs sagte dieser, gerade wenn man in diesen Wochen die Fußball-Weltmeisterschaft verfolge, spüre man, welche Faszination von diesem Sport ausgehe. Doch das eigentliche Herz des Fußballs schlage in den Vereinen vor Ort. Die Gründer hatten nicht die besten Bedingen, aber sie hatten den Willen, gemeinsam etwas aufzubauen. „Heute zählt der Verein knapp 600 Mitglieder und ist damit ein wichtiger Teil unseres gesellschaftlichen Lebens. Er gibt Menschen ein Stück Heimat und Identität.“ Besonders hob das Gemeindeoberhaupt die Nachwuchsarbeit hervor, wo regelmäßig 200 Kinder und Jugendliche zusammenkommen. Der FC Hammerau lebe von Menschen, die Verantwortung übernehmen, er lebe vom Ehrenamt. Öttl dankte allen, die den FC Hammerau über Jahrzehnte getragen und gestaltet haben und nannte hier stellvertretend Ehrenvorstand Sepp Vogl und den Vorsitzenden Gernot Althammer. Vorausschauend betonte er, dass in Mitterfelden ein neues Sport- und Freizeitgelände entstehe und auch der FC Hammerau davon profitiere. Der Verein dürfe mit Stolz auf das Erreichte schauen. Am Schluss seiner Ausführungen wünschte er von Herzen alles Gute zum 75-jährigen Jubiläum und weiterhin sportlichen Erfolg und den Gemeinschaftsgeist, der diesen Verein seit drei Viertelhunderten auszeichnen. Als Geschenk übergab er ein Kuvert.

 

Festrede Ehrenvorstand Sepp Vogl

 

Ein drei Viertel eines Jahrhundert bedeute für einen Verein weit mehr als eine beeindruckende Zahl. Es bedeute eine Geschichte voller Menschen, voller Ideen, voller Arbeit und vor allem Herzblut. Was geblieben sei in dieser Zeit sind Heimat, Freundschaft, Verantwortung und Zusammenhalt. Er dankte den Trainern, Betreuern, Schiedsrichtern, Helfern, Sponsoren und den Mitgliedern, denn ohne diese gebe es diese Erfolgsgeschichte nicht. Er blickte auf die Gründung am 19. März 1951 zurück , wo auf einem Wiesengrundstück des ehemaligen Flugplatzes in Mitterfelden gespielt werden konnte. Er erinnerte an die Gründungsmitglieder, die heute alle verstorben seien. Er ging auf die Vorstände ein. Gründungsvorstand war Eduard Schlosser, ihm folgte 1955 Leo Blumer, der die wichtige Aufbauphase prägte, 1971 folgte für 15 Jahre Fritz Pflieger und ab 1986 Sepp Vogl, 2002 Martin Strobl, 2008 Michael Kramer, 2010 Stefan Hogger, und seit 2012 stehe Gernot Althammer an der Spitze des Vereins. Als Meilenstein bezeichnete Vogl den Bau des heutigen Sportplatzes in Hammerau und in der 1960er Jahren waren eine Zeit der sportlichen Festigung. Immer wieder gelang der Aufstieg in die damalige A-Klasse. Mit großartiger Unterstützung von Annahüttenchef Max Aicher entstand in 1970er Jahren eine beeindruckende Sitzplatztribüne, welche die Anlage zu einem Schmuckstück mache. Das Herzstück des Vereins sei über die Jahrzehnte die Jugendarbeit, hier nannte er stellvertretend für viele Fritz Pflieger, Fred Schindler, Dieter Manthey und Helmut Jung. Ende der 1960er Jahre sorgte die A-Jugend für Schlagzeilen. Unter Trainer Fritz Pflieger wurde diese in der Saison 1969/70 mit dem außergewöhnlichen Torverhältnis von 214:35 Toren souverän Meister.

Den Bau des neuen Vereinsheims bezeichnete Sepp Vogl als ein Meisterstück des Ehrenamts. Mehr als 6500 freiwillige Arbeitsstunden wurden geleistet und stellvertretend nannte er „Kapo“ Rudi Reiter, der dieses Großprojekt mit außergewöhnlichen Einsatz vorantrieb. Zum 50-jährigen Bestehen wurde als Anerkennung für die erfolgreiche Jugendarbeit dem FC Hammerau die Silberne Raute des Bayerischen Fußball-Verbandes verliehen. Zu einer besonderen Stärke entwickelte sich der Hallenfußball nachdem in Mitterfelden eine neue Sporthalle zur Verfügung stand. Auch die -Sanierung des Sportplatzes unter Vorstand Martin Strobl war 2005 ein weiterer Meilenstein. Der größte sportliche Erfolg war der Aufstieg der „Ersten“ im Jahr 2007 in die Bezirksliga Ost. Auch eine Damenmannschaft wurde nach 2000 wieder aktiv. Ab 2013 wurde das Vereinsgelände nachhaltig modernisiert mit Anzeigetafel, Grillhütte, Solaranlage, Verbesserungen am Flutlicht. Stefan Fritzenwenger  war 38 Jahre Jugendspielleiter und Turnierorganisator des BFV und war auch für den FC Hammerau von großem Wert.

Von den heute rund 600 Mitlglieder davon über 220 Jugendliche. Zum Ende seiner Ausführungen sagte Vogl, viele ehemalige Mitgliedern Funktionäre und Sportkameraden haben den FC Hammerau entscheidend geprägt.

Wir können auf das Erreichte stolz sein, dürfen uns darauf aber nicht ausruhen. Auch in Zukunft wird es neue Herausforderungen geben sind. Als tragende Säulen stellte der Sprecher die Jugendarbeit, das Ehrenamt, die Treue der Mitglieder sowie die Sponsoren und Gönner heraus,.

 

Auch der BGL-Kreisvorsitzende des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) Michael Baumann sprach ein kurzes Grußwort und hob die Leistungen des Vereins hervor. Der später gekommen Stefan Fritzenwenger war 12 Jahre lang Schiedsrichter und leitete mehrere Spiele von Mannschaften des FC Hammerau und lernte damals einige Trainer und Vereinsverantwortlichen kennen. Die Kontakte wurde ab 1979 intensiver, als er beim Fußballverband zum Jugendgruppenspielleiter gewählt wurde. Der „Club“ war in der Region einer der führenden Vereine im Jugendbereich mit den meisten Nachwuchsmannschaften und einer damit verbundenen starken Auslastung der Sportstätten. Beim Festabend bedankte er sich für die jahrzehntelange faire und  freundschaftliche Zusammenarbeit namentlich bei den Vorständen Sepp Vogl und Gernot Althammer

Für den BLSV-Kreisverband BGL gratulierte der 2. Vorsitzende Alois Lechner sehr herzlich dem FC Hammerau zum 75-jährigen erfolgreichen Vereinsleben.

Vom Nachbarverein des EC Hammerau sprach dessen 1. Vorstand Jakob Reiter und meinte gelegentlich sei man sich bei einigen Dingen nicht einig, aber in wichtigen Dingen halte man zusammen. Er gratulierte mit einer besonderen Uhr dem Jubiläumsverein.

 

Nach einem gemeinsamen Abendessen war Kabarett angesagt mit Stefan Schimmel, der 28 Jahre Sportreporter bei der Heimatzeitung war. Instrumental unterstützt wurde er von Andi Vogl (E-Piano) und Volker Schach (Gitarre). Er nahm viel regionalen Bezug mit seinen Worten, tat sich aber Gesangsimitator mit eigenen Texten wie etwa Howard Carpendale, Udo Lindenberg, Peter Maffey, Michael Holm, Reinhard Mey hervor. Gegen Ende des Programms setzte er sich ein Perücke und Hut auf, legte einen Schal um, und dann kam eine große dunkelhaarige Dame (Hans Haas) auf die Bühne und beide interpretieren Lieder von Al Bano & Romina Power. Glänzend aufgelegt und ausdrucksstark sangen sie unter anderem Hits wie “Sempre, sempre“ und „Felicità“. Wieder ohne Maske sagte Schimmel er habe ein Lied für den FC Hammerau geschrieben und sang „Höher, höher“. Die Ausführenden erhielten viel Applaus.

 

Das Schlusswort sprach 1. Vorstand Gernot Althammer, der sich für das Mitfeiern und die große Verbundenheit zum Verein bedankte. Ein Vergelt‘s sagte er den Helfern für die Vorbereitung und Organisation, den Gästen und Grußwortrednern.

 

Für die musikalische Begleitung dankte er der Jubiläumsmusi und den

Auftritt der Kabarettgruppe bezeichnete er als das i-Tüpfelchen des Festabends.

„75 Jahre Vereinsgeschichte sind ein Grund zum Stolz, aber auch Ansporn für die Zukunft. Gemeinsam wollen wir die Werte unseres Vereins weitertragen und die nächsten Kapitel unserer Geschichte gestalten.“

 

 

Andreas Pils



 
 
 

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