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„Von Außen kam nicht mehr der nötige Input“: FC Hammerau trennt sich von Trainer Rene Pessler

Text und Bild: Hans Joachim Bittner/ Quelle: Heimatzeitung


Paukenschlag beim Fußball-Kreisklassisten FC Hammerau: Vorsitzender Gernot Althammer zog mit seinem Team nach nur einem Punkt in drei Frühjahrs-Pflichtspielen die Reißleine und trennte sich nach dem 1:2 in Piding von Chefcoach René Pessler (50). „Es tut uns in der Seele weh, weil damit eine fünfjährige, hervorragende Zusammenarbeit endete, die vor allem zwischenmenschlich großartig war“, so Althammer.



Pesslers Familie war im Verein involviert, seine Frau Kathi half an den Spieltagen im Kiosk mit. Aus sportlicher Sicht klappte es mit dem Salzburger inklusive Uefa-A-Lizenz zuletzt jedoch nicht mehr: Vor allem das erste 2026er-Spiel in Bad Reichenhall ernüchterte, frustrierte, ja schockierte alle, die es positiv mit dem „Club“ halten. Denn eine mit Unterbrechung 45-minütige Zwei-Mann-Überzahl führte nicht zum Erfolg, im Gegenteil: Hammerau verlor 1:3, woraufhin ein mageres 0:0 in Leobendorf und zuletzt eben jenes 1:2 beim stark abstiegsgefährdeten ASV Piding folgten.


„Von Außen kam einfach nicht mehr der nötige Input“, so Althammer, wir mussten jetzt leider reagieren. Vor allem, da der FC Hammerau vor der Saison allerorten – nicht intern – als Meisterkandidat Nummer 1 gehandelt worden war, in der aktuellen Verfassung jedoch meilenweit davon entfernt ist. „Freilich geht nach oben immer noch was, die Liga ist eng zusammen“, weiß Althammer. Momentan muss der Kreisliga-Absteiger jedoch selbst in der Kreisklasse eher nach unten schauen – mit nur zwei Punkten vor dem ersten Relegationsplatz –, und schnellstmöglich versuchen, Zählbares gegen einen weiteren Absturz einzufahren.


„Wir dachten natürlich schon, mindestens zu den Top 5 zu gehören“, gibt der Vorsitzende zu. Die jüngsten Partien zeigten allerdings ein ganz anderes Bild: Trotz namhafter Neuzugänge wie beispielsweise die höherklassig erfahrenen Julian Jung, Marcel Pistori und Luca Hasenöhrl (alle ESV Freilassing), Michael Oellerer (BSC Surheim/zumeist verletzt) oder Patrick Brunold (TSV Teisendorf). Das Kollektiv klappt bislang nicht wie erwartet und erhofft. Möglicherweise hemmt die Mannschaft mental die ihr zugedachte Rolle, das möchte Althammer nicht ausschließen. Das praktische Problem auf dem Platz: „Wir schießen keine Tore, haben keinen echten Vollstrecker vorne drin“. In Reichenhall verletzte sich zudem Mathias Wiesbacher, der nun sogar an der lädierten Schulter operiert werden muss, seit einiger Zeit ist Stürmer Maximilian Fenninger nicht mehr im Kader.


Althammer ist überzeugt: „Wir haben grundsätzlich ein tolles Team.“ Und so hofft er mit frischem Wind von und an der Seitenlinie auf den nötigen Umschwung. „Wir haben noch zehn Spiele und wollten die Saison nicht irgendwie austrudeln lassen.“ Für die Wende soll erst mal der ehemalige FC-Kicker und seit drei Jahren als Co-Trainer tätige Rainer Geigl (38) sorgen. „Er hat jetzt als Chefcoach unser Vertrauen, die nötige Erfahrung und vor allem die volle Rückendeckung der Mannschaft“, so Althammer. Für die Schwarz-Weißen geht’s nach dem 1:1 gegen die SG Schönau weiter mit dem Gastspiel beim FC Bischofswiesen am Gründonnerstag.


Co-Trainer Rainer Geigl (links) übernimmt die Cheftrainerrolle von Rene Pessler (rechts)



 
 
 

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