• olibickelmann

Knockout kurz vor Schluss

3:4 Heimpleite gegen SC Inzell schockt den Club


Eine mitreißende Partie verlor der FC Hammerau in der Kreisliga 1 am späten Freitagabend völlig unnötig mit 3:4 gegen den SC Inzell. Eine dreimalige Führung und zahlreiche Chancen, um den berühmten Sack zu schließen, reichten der Elf von Rene Pessler nicht, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.


Äußerst motiviert begann der FC das Kräftemessen und stürmte furios los. Das schnelle Kombinationsspiel gepaart mit aggressivem Pressing sorgte für die erste gute Chance der Hammerauer. Stefan Eisenreich scheiterte jedoch an Inzells Schlussmann Sebastian Schwabl (2.). Noah Wiesbacher machte es kurz darauf besser und platzierte den Ball im langen Eck zur frühen 1:0 Führung (4.). Der Außenstürmer hätte auch gleich erhöhen können. Schwabl verhinderte Schlimmeres (5.). Inzell kam mit langen Bällen ins Spiel und gewann Sicherheit. Matthias Öttl scheiterte jedoch alleine vor Hammeraus Torwart Markus Hirmke an dessen starker Parade (8.). Mitte der ersten Halbzeit übernahm der Gast in einer temporeichen Partie zwischenzeitlich die Spielkontrolle. Emmeran Gehmacher belohnte seine Farben folgerichtig mit einem Traumtor, als er aus 20 Metern in den Winkel traf – 1:1 (19). Andreas Diessbacher (21.) und Fabian Zeidler (24.) verpassten mit ihren Abschlüssen weitere Treffer für den Sportclub nur knapp. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit drehte nochmal der Gastgeber auf. Die Elf von Rene Pessler schnürte die Gäste erneut ein und kam durch Bruno Kovac (40.) und Ioan Maris (42.) zu gefährlichen Abschlüssen. Schließlich wurde mit dem Halbzeitpfiff ein Eckball immer länger und wurde von Kristijan Jukic am zweiten Pfosten willensstark gegen mehrere Gegenspieler über die Linie zum 2:1 gedrückt.


Auch im zweiten Durchgang startete der FC besser und drückte sofort auf weitere Treffer. Michael Reischl vergab die erste Chance (52.). Die Heimelf hatte alles im Griff und kam dem nächsten Treffer immer näher. Maris scheiterte aus der Distanz an Schwabl (62.) und nach einem Eckball klärte ein Verteidiger auf der Linie (63.). Dann ging es Schlag auf Schlag. Aus dem Nichts vergab Anton Maier eine Inzeller Großchance, als er einen Kopfball aus wenigen Metern deutlich über den Kasten drückte (64.). Eine Zeigerumdrehung später verteidigte der Gastgeber nachlässig. Ein Steilpass düpierte die Hintermannschaft, sodass Zeidler alleine auf Hirmke zusteuerte. Der Angreifer ließ dem jungen Torwart keine Chance – 2:2 (66.). Der Gegenschlag der Hammerauer erfolgte postwendend. Nun wurde Reischl auf die Reise geschickt. Der Joker überlupfte Schwabl zur erneuten Führung – 3:2 (69.). Die Heimelf versuchte nachzulegen. Maris drang in den Strafraum ein und schloss ab. Ein Verteidiger verlängerte den Schuss an den Pfosten. Reischl setzte den Abpraller über das leere Tor. Die brutale Bestrafung für die Riesenchance ließ nicht lange auf sich warten. Eine scharfe Flanke lenkte Kovac unglücklich ins eigene Tor zum 3:3 (75.). Erneut hätte der FC fast die perfekte Antwort geliefert. Ein Schuss von Maris touchierte jedoch den Pfosten (76.). Nun verlor der Club seine bisherige Linie, sodass die Schlussphase in einem hektischen Schlagabtausch mündete. Auf der einen Seite parierte Schwabl einen Kopfball von Jukic (87.), ehe auf der anderen Seite eine Inzeller Kombination von Zeidler zum 3:4 Knockout vollendet wurde (89.). Hammerau wehrte sich mit Kräften und rannte an. Die schockierende Pleite konnte jedoch nicht mehr verhindert werden.


Obwohl der FC in den bisherigen sieben Spielen erst zweimal als Besiegter von Feld schleichen musste, reichen vier Unentschieden und ein magerer Sieg lediglich für einen Platz im unteren Tabellendrittel. Am kommenden Wochenende wartet beim BSC Surheim ein echtes Kellerderby auf die Elf von Rene Pessler. Es droht der Abstiegskampf. Inzell wartet zu Hause auf den SC Vachendorf.