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Ende Juli geht die Zeit des aktuellen Bufdis Yohan Kim im BGL zu Ende...

Fußballtrainer beim FC Hammerau und Nachmittagsbetreuung an der Mittelschule Freilassing im Bundesfreiwilligendienst

Yohan Kim tauscht Südkorea gegen Oberbayern


Ein Text von Brigitte Janoschka / Freilassinger Anzeiger


Ainring. Ende Juli geht die Zeit des aktuellen Bufdis Yohan Kim im BGL zu Ende. Seit Herbst 2021 arbeitet er als Fußballtrainer beim FC Hammerau und in der Nachmittagsbetreuung an der Mittelschule in Freilassing (wir berichteten). Die Heimatzeitung hat ihn zu seinen Erfahrungen im Berchtesgadener Land befragt. Er sei zufrieden mit seinem Aufenthalt hier. „Hier ist es sehr ruhig“, sagt er, doch „das Leben nur mit dem Fahrrad ist ein bisschen anstrengend, aber die Natur ist sehr schön“.

Das Essen schmecke ihm zwar, aber das koreanische Essen vermisse er dennoch, gibt er zu. Nach einem Dreivierteljahr habe er sich immer noch nicht ganz eingewöhnt, „wahrscheinlich weil mein Deutsch noch nicht gut ist“, glaubt er, obwohl er auf die Fragen der Heimatzeitung gut verständlich


auf Deutsch antwortet. Die Einschränkungen während der Corona-Zeit fand er nicht so schlimm, „vor allem weil ich hier nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahre und weil ich keine Freunde treffe“. Aber dann hat er sich im Mai doch noch mit Corona angesteckt, obwohl er sich in Südkorea und hier hat impfen lassen. Über seine Arbeit in der Hausaufgabenbetreuung an der Mittelschule in Freilassing sagt er, dass er wertvolle Erfahrungen sammeln und vieles lernen konnte. „Da helfe ich den Kindern bei ihren Hausaufgaben oder treibe Sport mit ihnen“. Sie seien zwar freundlich, aber auch frech“, findet er. „Ich glaube, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen passt mir nicht wirklich, sie sind zu anstrengend.“ Andererseits mache es ihm auch Spaß, und er freue sich, wenn er den Kindern und Jugendlichen dabei helfen kann, Fortschritte zu machen und sich weiter zu entwickeln. Der Sieg der Kinder bei einem Fußballspiel, die er trainiert hat, sei ein Highlight für ihn gewesen. Im Fußballverein arbeitet er noch bis Ende Juli als Trainer oder als Co-Trainer. Da er jedoch in seiner Kindheit nicht Fußball trainieren konnte, sei er „leider sehr schlecht als Spieler“. Trotzdem wolle er versuchen, sich auch als Spieler, nicht nur als Trainer, zu verbessern. Die Vereinsmitglieder haben ihn immer gut unterstützt, und dafür sei er dankbar.

Nach seiner Zeit im BGL will er nun einem Job als Programmierer in der Nähe von Wiesbaden nachgehen. „Meine Pläne für Zukunft sind, dass ich mich als Informatiker und als Fußballtrainer weiter entwickeln möchte“, sagt er zum Abschluss. Die Heimatzeitung wünscht ihm alles Gute!