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900 Jahre Vereinstreue

Club ehrt zahlreiche Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft beim FC Hammerau -


Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des FC Hammerau führte erneut Ehrenvorstand Sepp Vogl Ehrungen diverser Vereinsmitglieder durch. Auch in diesem Jahr gewannen die Gäste dabei einen tiefen Einblick in die Clubhistorie. „Das wichtigste Kapital eines Vereines ist die Treue seiner Mitglieder“, begründete Vogl die Zeremonie. Für jede Ehrung hatte der Ehrenvorstand eine kurze Ansprache vorbereitet. Überreicht wurden Ehrennadeln sowie Urkunden von Hammeraus Vorstand Gernot Althammer und Schatzmeister Norbert Heudecker. In diesem Jahr wurden sechzehn Mitglieder für insgesamt 900 Jahre Vereinstreue gewürdigt.


Für ihre Mitgliedschaft seit 25 Jahren dankte Vogl zwei Personen. Angelika Gassner unterstützt den Club nicht nur mit ihrer Treue, sondern auch als Sponsor mit ihrem Autohaus. Für ein Novum sorgte die Ehrung von Andreas Lapper jun. Er wurde kurz nach seiner Geburt bereits als Mitglied gemeldet und feierte selbst erst in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Er spielt aktiv bei den Herren des Clubs.


Seit vierzig Jahren sind Andreas Edfelder und Eckhard Stegmüller dem FC verbunden. Edfelder begann in der Jugend des Clubs zu spielen und entwickelte sich zu einem zuverlässigen Verteidiger. Stegmüller zog in den 80iger Jahren von Stuttgart nach Ainring. Als früherer Handballtorwart in der 1. Liga war sein Können bei den Alten Herren gefragt, wo er des Öfteren aushalf. Tatkräftig engagierte er sich auch neben dem Platz beispielsweise beim Bau des Vereinsheimes.


50 Jahre lang ist Sepp Gumpinger Mitglied des Vereins. Der langjährige treue Zuschauer war dem Club vor allem neben Platz immer treu verbunden und hielt ihm die Stange, egal in welcher Liga der FC gerade spielte.


Vier Ehrungen wurden für 60 Jahre Treue überreicht. Julius Nardai spielte in der Jugend und der zweiten Mannschaft der Hammerauer. Zudem übte er das Amt des Schiedsrichters für den Verein aus. Fritz Lorber war zusammen mit seinem Bruder Bruno aktiv für die Herren und die Jugend. Auch als SPD-Gemeinderat hatte er immer ein offenes Ohr für die Anliegen des Vereins. Helmut Moka glänzte als starker Sechser, musste seine Karriere verletzungsbedingt und wegen seiner großen Liebe zum Skifahren allerdings frühzeitig beenden. Neben seinem Engagement für den Skiclub Ainring prüft er seit vielen Jahren jährlich die Kassen des FC. Helmut Huber machte sich als bissiger Abwehrspieler einen Namen in der Jugend des Clubs. Obwohl er seine Laufbahn bei den Herren nicht fortsetzte, blieb er als Mitglied erhalten.


Mit Hermann Bogner und Andreas Lämmlein freuten sich zwei Jubilare über 65 Jahre Vereinstreue. Bogner war für seine „Pferdelunge“ bekannt, da er in der Jugend und als Stammspieler der 1. Mannschaft in jedem Spiel 90 Minuten lang unterwegs war. Bis heute unterstützt er den FC als treuer Zuschauer. Lämmlein zeigte sein Können ebenfalls in der Jugend und in beiden Herrenmannschaften. Sein beruflicher Werdegang und das Skifahren ließen die Laufbahn jedoch vorzeitig enden.


Sehr berührt wurden viele Anwesende von den abschließenden Ehrungen. Zwei Jahre nach der Vereinsgründung 1951 traten fünf Mitglieder bei, die für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden. „Das waren die Männer der ersten Stunde“, unterstrich Vogl ihre Bedeutung für den Werdegang des Vereins. Der 95jährige Hubert Surrer war damals vor allem im Umfeld der Mannschaft tätig und „für die gute Stimmung unersetzlich“, so der Ehrenvorstand. Fritz Spitzauer dribbelte bereits in den ersten Jugendmannschaften und zeigte seinen großen Ehrgeiz später auch bei den Herren. Nach einer schwerwiegenden Verletzung endete seine Karriere jedoch vorzeitig. Der 85jährige packte unter anderem beim Bau des Vereinsheimes über mehrere 100 Stunden mit an und unterstützte den Verein bei vielen Vorhaben. Karl Dusch spielte nach seiner Laufbahn in der Jugend als „legendärer Mittelläufer, Ausputzer und knochenharter Bursche“ für die Herren. Als treuen Zuschauer durfte man ihn über viele Jahre am Sportplatz begrüßen. Adolf Ostermeier spielte nach seinem Vereinsbeitritt sofort für die Erste. Der ausgezeichnete Techniker und Stratege im Mittelfeld „wurde auch mal sehr böse, wenn ungenau gespielt wurde“, gab Vogl zum Besten. Immer wieder hatte Vogl in seinen Würdigungen den Namen Fred Schindler genannt, da er zahlreiche Geehrte unter seinen Fittichen hatte. Das Ehrenmitglied wurde unter großem Applaus für seine 70jährige Vereinstreue gewürdigt. Als ausgezeichneter Torwart hütete Schindler 15 Jahre lang das Tor der Ersten, wobei er für seinen Ausruf „hab ihn“ berühmt wurde. Es folgten 15 Jahre als Schiedsrichter und 21 Jahre als Schüler und Jugendtrainer beim FC. Vor allem der konsequente Aufbau der Jugendarbeit sei ohne seine Leistungen kaum denkbar. 2014 wurde Schindler für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Bis heute feuert er die Mannschaften als Zuschauer tatkräftig an.


Die Ausführungen boten schließlich noch reichlich Gesprächsstoff für Jung und Alt, um sich im Anschluss an die Jahreshauptversammlung ausgiebig auszutauschen. Auch das zeigte die Verbundenheit der Vereinsmitglieder, die sich als große FC-Familie sehen.


Fotos: Matthias Rothstein

Fast alle Geehrten konnten der Einladung des Clubs nachkommen. Aus gesundheitlichen, privaten oder beruflichen Gründen fehlten nur wenige der Jubilare. Die Anwesenden fanden sich zu einem Gruppenfoto zusammen.


Sitzend von Links:

Andreas Lämmlein, Fritz Spitzauer, Hermann Bogner, Helmut Huber, Andreas Lapper jun.

Stehend von links:

Julius Nardai, Angelika Gassner, Fred Schindler, Karl Dusch, Fritz Lorber, Gernot Althammer (1.Vorstand) Helmut Moka, Sepp Vogl (Ehrenvorstand) Norbert Heudecker (Schatzmeister)













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